DIE GESCHICHTE
DER GEMEINDE SCHATTWALD ...


  • bis 1200: Schattwald diente ursprünglich als Jagdgebiet, worauf der Fund eines Skelettes und einer bronzenen Lanzenspitze hinweist. 1972 wurde in der Nähe der Pfarrkirche eine römische Münze gefunden. Die Vorderseite der Münze zeigt den Kopf des Augustus, auf der Rückseite sind die Buchstaben SC zu erkennen. Dies belegt dass Schattwald schon zur Römerzeit zumindest als Durchzugsgebiet gedient hat.
  • um 1300: Im Grenzgebiet des Tannheimer Tales lassen sich die ersten Schwaben nieder.
  • 1351: wird urkundlich ein sakraler "Bau" erwähnt = Kapelle, daher auch der Ortsteil von Schattwald KAPPL
  • 1432: erscheint Herzog Friedrich von Tirol (Friedl mit der leeren Tasche) als Käufer großer Teile des Tales
  • 1485: erwarb Erzherzog Sifismund den ganzen montfortischen Besitz vom "Widhag" bis zum Lech samt dem Wildbann von Hugo v. Monfort
  • Als im 14. Jahrhundert die Besiedelung vom Joch (Oberjoch - Unterjoch) her erfolgte, gehörte das Tannheimer Tal zur Pfarre Sonthofen. Erwähnt wird hier die Kirche "Liebenstein". Selbst die Toten des Tales wurden dort beerdigt. (Tannheim - Liebenstein ca. 25 km) Infolge stark zunehmnder Seelenzahl erhielt das Tal 1377 einen eigenen Seelsorger und Pfarrer mit Sitz in Tannheim. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war das Tal im Verkehr und Handel hauptsächlich auf Bayern angewiesen.
  • 1540/50:  wurde ein neuer, den Weißenbach entlang führender Weg angelegt und zu einer freien kaiserlichen Reichsstraße erhoben. Es herrschte sehr reger Salzverkehr (Hall bis Lindau)
  • 1699: Schattwald wird eigene Kaplanei
  • 1816: Bei Dannheimer in Kempten erscheint eine „Kurze Beschreibung des Heilbades zu Schattwald im Kaiserlich-Königlichen Landgerichte Ehrenberg von Dr. Holer, Kaiserl.-Königl. Landgerichts-Physikus zu Reutte“
  • 1823: fuhren die letzten Salzfuhrwerke über das Joch hinaus
  • 1848: Schattwald wird eigene Pfarrei
  • 1893/94: wird die Kirche erweitert und festlich eingeweiht
  • 1900: Die Straßenverbindung zum Oberjoch wird eröffnet
  • 1911: Die Gemeinde Reutte beginnt mit Planungen für ein Wasserkraftwerk in Schattwald. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges macht diese Pläne zunichte
  • 1914: Erster Weltkrieg:
    • 55 Männer rücken ein
    • 17 Männer fallen
  • 1919: Die Gemeinde Schattwald greift die Kraftwerkspläne auf und errichtet in der Folgezeit das "Elektrizitätswerk Schattwald"
  • 1920: Die Heimatbühne Schattwald wird in Leben gerufen
  • 1922: Das Elektrizitätswerk wird in Betrieb genommen
  • 1942: Glockenablieferung
  • 1945: In der Nacht auf den 30. April wird Schattwald unter Granatfeuer genommen
  • 1948: Pfarrerhebungsfeier St. Wolfgang
  • 1958: Die neue Volksschule ist im Entstehen (Einweihung am 18.10.1959)
  • 1962-65: Die Wasserhochdruckleitung vom Stuiben herunter wird errichtet
  • 1964: Unter Leitung von Hofrat Dr. Emil Hensler wird die Grundzusammenlegung begonnen
  • 1964-71: Die Vils wird verbaut
  • 1971: Der Wannenjoch-Schlepplift wird errichtet
  • 1972: Es gibt keine Sennerei mehr in Schattwald (Gebaut 1940/41)
  • 1975: Der Stuibenlift wird gebaut
  • 1976: Der Fußballplatz wird errichtet und eingeweiht
  • 1976: Das neue Gemeindehaus (Post- und Tourismusbüro) wird eröffnet
  • 1978:  Die neu gebildeten Felder der Grundzusammenlegung werd übergeben und das erste Mal gemäht
  • 1981: Die Kriegerkapelle wird als Leichenkapelle genutzt
  • 1983: Eröffnung des Kindergartens in Schattwald
  • 1987: Bau der Kläranlage Tannheimertal
  • 1988: Neubau Mehrzweckgebäude und Widum
  • 1990: Wappenverleihung am 16.10.
  • 1990: Ein Orkan verwüstet die Wälder (Wiebke braust übers Tal, 22.000 fm. Holz werden niedergerissen) etliche Häuser werden abgedeckt
  • 1993: Die Dreiersesselbahn Wannenjoch wird eröffnet
  • 1993/94: Gruße Borkenkäferplage, wieder müssen ca. 13.000 fm Holz gefällt werden
  • 1993 - 1999: Der Stuibenbach wird verbaut
  • 1994: Elektrizitäswerk Schattwald feiert 75 Jahre
  • 1994: Die renovierte Kirche erstrahlt im neuen Glanz und wird von Bischof Dr. Reinhold Stecher gesegnet
  • 2000: Volksschulgebäude wird saniert
  • 2002: Am 03.05. wird das Postamt Schattwald geschlossen
  • 2004: Die Friedhofsmauer vom Jahr 1786 wird saniert und der Friedhof wird erweitert
  • 2005: Der Dorfplatz in Schattwald wird neu gestaltet. Das Tourismus-Infobüro wird in die ehemaligen Posträume verlegt.
  • 2006: Die Schattwalder Lifte gehen in den Besitz der Raiba Tannheimertal. Die Feuerwehr Schattwald erhält ein neues KLF incl. neuer Tragkraftspritze.
  • 2007: In Schattwald Hinterdorf wird ein neues Baugebiet geschaffen.
  • 2010: Die Gemeinde Schattwald bekommt eine eigene Homepage. Die Heizanlage im Gemeindemehrzweckgebäude wird von Gas und Strom auf Pellets umgestellt.
  • 2011: Dachsanierung und Isolierung und Fenstertausch am Gemeindemehrzweckgebäude. Ein neuer Parkplatz für 105 PKW-Stellplätze wird unterhalb des Gemeindehauses errichtet. Ein neuer Verbindungsweg am Bewinklbichl am Stausee in Schattwald wird errichtet. Die Recyclinghöfe Schattwald und Zöblen werden zusammengeschlossen.
  • 2012:  Erstmals fand das Außerferner Bundesmusikfest in Schattwald statt. Das Gemeindemehrzweckgebäude wird fertig saniert.
  • 2013: Neubau Schuleingang, Musikpavillon, Naturspielplatz und Photovoltaikanlage auf Schuldach.
  • 2014: Bankfiliale Raiba wird per 01.05.2014 geschlossen, ein Bankomat wird im Inforaum des Gemeindehauses aufgestellt. Neubau der Brücke durch den Ortsteil Fricken. Verbreiterung der Brücke am Radweg in Kappl. Die ersten Glasfaserkabel werden verlegt.
  • 2015: Erweiterungsbau Kindergarten, Verbreiterung des Gemeindeweges "Kirchenbichl", Verlegung von Glasfaserleitungen im Ort, Straßenbeleuchtung Umstellung auf LED-Technik im gesamten Ort, Planung eines neuen Musikprobelokal.